Liebe Marke-Machende,
brrr … und schon ist es Herbst. Nasskalt ziehts einem rein. Physisch und psychisch. Also Blick auf das heften, was geht:
Mit Dackeln für Kunsthallen werben, wie Jasmin Mickein in Bremen (Dirk grüßt👋)
Konsequenten Fokus wunderschön begründen, wie Tim Cook in diesem alten Interview
Das hohe Lied der Marke singen (auch wenn viele noch immer ein …TING hinten dran trällern), wie die Chefs von Unilever, P&G, Nike, adidas, AB InBev etc.
Eine Landtagswahl entscheiden (wenn schon nicht gewinnen), wie Lilly Blaudszun mit MANU-Magazin, First Voter Club und FMCG-Agenturunterstützung
Auf die Kiste steigen und zumindest Symbolpolitik machen, wie der hymnische Verteidigungsminister
Da geht also was. Hier auch. Wir streifen mit euch über die Buchmesse, treffen italienische Ski-Athleten, Deutschlands bekanntesten Finanzexperten, befragen Christoph Böninger – der gerade eine wunderschöne Möbelmarke geschlossen hat – und staunen über Prozess und Ergebnis des Markenprojekts für DIE ZEIT. Auf geht’s …
Mit mächtig machbaren Grüßen,
Lucas und Dirk
PS. Das Bahn-Brand-Design-Bashing (wir berichteten) übernimmt jetzt übrigens ein alter weißer Mann …

Vor zwei Jahren waren Lucas und Dirk mit dem Buch, dessen Existenz uns hier zusammengeführt hat, auf der Frankfurter Buchmesse. Dieses Jahr war Dirk allein dort, mit seinem neuen Buch auf der Deutschlandfunk-Bühne. Das Gespräch gibt es hier zum Nachhören.
Auf dem Rückweg aus Frankfurt ist Dirk nachdenklich geworden - und hat dann einen Brief an KI geschrieben. Aus Dankbarkeit.
Derweil tauchte Lucas vier italienische Wintersport-Athleten in buntes Licht: Teil der jährlichen Sponsoring-Kampagne der FISI von Finstral. Das Ergebnis gibt’s dann im November zu sehen.
Gleich im Anschluss stieß Lucas mit Finanztip auf den kommenden Bestseller an, dessen Entstehung er wie schon bei Saidi beratend begleitet hat. Diesmal ist der lengändere Herrmann-Josef Tenhagen der Autor: Finanzen ab 50 - Es ist nicht zu spät …

Zu. Aus. Vorbei. Das gab die kleine, feine Möbelmarke AUERBERG bekannt. Und da Lucas die Marke liebt und mich doch ein paar ihrer Produkte zusammenwohnt hat er bei ihrem Erfinder Christoph Böninger mal nachgefragt. Mach man ja nicht alle Tage, eine Marke schließen.
Lucas: Die Marke Auerberg startete 2009 mit klarer Idee: Wodurch wurde diese Idee typisch und differenzierend erlebbar und wie hat sich dieses Erlebnis über die Jahre gewandelt?
Christoph Böninger: Beim Start wurde die Marke hauptsächlich durch die Produkte und ihre dahinter stehenden Gestalter erlebbar. 2012 wurde ein neues grafisches Erscheinungsbild gemeinsam mit den Brüdern Poschauko entwickelt, das unseren Claim “radikal subjektiv“ sehr authentisch und glaubhaft umsetzte. Kollektion und Corporate Design konnten sich so ideal ergänzen. Die Visibilität wurde größer und der Umsatz erfreulicherweise auch.
Über die Jahre hat sich die Kollektion verändert. 2019 wurden die Accessoires (Glas, Textil und Metall) eingestellt und gleichzeitig die Holz-Kollektion ausgebaut mit der unverwechselbaren Kombination von dunklem Eichenholz und hellem Eichenholz. Mit diesem Kontrast haben wir unsere Holzverbindungen regelrecht gefeiert.
Das Ende von Auerberg kam, als unser Schreinerbetrieb, mit dem wir nicht nur synergetisch, sondern symbiotisch 15 Jahre zusammen arbeiteten, zum Jahresende 2025 den Betrieb aus Altersgründen einstellte. Wir mussten erkennen, dass sich diese Art der Zusammenarbeit in Deutschland nicht mehr ersetzen ließ.
Die Unternehmung Auerberg wird eingestellt, doch die Marke bleibt da … durch ihre Möbel und Accessoires die in so vielen Haushalte wohnen. Ist das zu spüren und wenn ja, woran?
Nach der Kommunikation der „Stilllegung“ erreichten mich viele sehr sympathische Nachrichten, wie schade das Ende ist und wie sehr Auerberg eine authentische und sympathische Marke war, die immer für Überraschungen gut war. Das war berührend.
Was werden Sie an Auerberg vermissen?
Vor allem die Zusammenarbeit mit den Handwerkern und das gemeinsame Entwickeln neuer Objekte und das „Tüfteln“ nach der optimalen Lösung - unter den diversen Gesichtspunkten des Design, der Herstellung und der Logistik.
Herzlichen Dank.

Medienmarken schärfen. Denn selbst die profiliertesten unter ihnen haben das biswqeilen nötig. Und so haben unsere Freunde von Make Studio für DIE ZEIT nach allen Regeln der Kunst (zu denen gibt’s übrigens ein gutes Buch …) einen Markenprozess entworfen und moderiert: mit Desk Research und Interviews, drei intensiven Workshop-Tageb, 48 Beteiligteb und am Ende einem gemeinsamen Markenprofil für DIE ZEIT. Für Hamburg und Berlin. Redaktion und Verlag. Print und Digital.
Wie Sie das genau gemacht haben und was im neuen Markenprofil drinsteht haben sie detailliert dokumentiert: bitte hier entlang
Und DIE ZEIT könne wir nur beglückwünschen zum Mut für diesen Weg und dem wirklich beeindruckenden Markenprofil.
*Wie soll ich mich denn melden, wenn ich mit euch sprechen will? Eine sehr gute Frage: unter lucas@machtmarke.info und dirk@machtmarke.info sind wir zu erreichen - und freuen uns auf Eure Anmerkungen!











